Liebe St.Michaelsleute,
Fortschritt bedeutet, es immer besser, schneller, ökonomischer, ökologischer, billiger zu machen. Fortschritt bedeutet, bisherige Mängel und zukünftige Bedürfnisse und Notwendigkeiten zu erkennen und daraufhin etwas sinnvolles Neues zu schaffen. So läuft das in der Wirtschaft, in unserer Gemeinde, so funktioniert die ganze Natur. Aber funktioniert das auch im persönlichen Leben?
Immer besser, immer mehr, immer schneller, vielen von uns wird das abverlangt, viele von uns verlangen sich das selbst ab. Und viele scheitern daran, dass wir eben doch keine Maschinen sind, die man immer noch einen Gang schneller stellen kann. Ich merke es, je älter ich werde: Die Kräfte sind nicht unbegrenzt, die Zeit wird immer kostbarer, der Atem manchmal kürzer. Privates, das früher oft hintenan stehen musste, wird wichtiger, manches läuft in der gewonnenen Routine schneller, anderes wird „nur noch gut“ und nicht mehr perfekt.
Da freue ich mich über das Motto der diesjährigen Aktion „7 Wochen ohne“: „Gut genug! 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz“. Gut genug – das ist wörtlich zu nehmen. Was so einen etwas abfälligen Unterton hat, sagt eigentlich: Es ist doch gut so! Alle sind damit zufrieden, warum dann mehr und noch mehr? Warum noch dieses Meeting, jene Nachbesserungen, der vierte Kuchen auf der Kaffeetafel, die absolut perfekte Planung? Warum es besser als gut machen, wenn man dafür aus dem letzten Loch pfeift? Gut ist gut genug!
Die Fastenaktion will uns anregen, unsere Ziele, unsere Arbeitsweise und unser Selbstbild kritisch anzusehen und den Mut aufzubringen, etwas zu ändern. Will ich wirklich die sein, die bewundert wird für ihren nimmermüden Einsatz, die in Wirklichkeit aber immer müde ist? Oder traue ich mich, doch mal etwas liegen zu lassen, zu improvisieren, zu delegieren? In der Fastenzeit darf man das ungestraft ausprobieren, da sehen es einem alle nach. Man hat ja sozusagen eine Ausrede. Und wenn es klappt? Warum dann hinterher zurück in die Tretmühle? Jemand, der in dieser Zeit das Rauchen aufgegeben hat, wird es ja auch nicht gleich wieder anfangen.
In diesem Sinne eine gute und segensreiche Fastenzeit
Ihre und Eure Pastorin Angelika Meyer
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Suchen und Finden – Der Gesprächskreis
In der Regel am vorletzten Mittwoch im Monat trifft sich unser Gesprächskreis von 19.30 bis 21.30 Uhr im Jugendkeller. Glaubens- und Lebensfragen stehen im Mittelpunkt, wir diskutieren ergebnisoffen und freuen uns auch über Quereinsteiger, Nur-Manchmal-Kommer, Skeptiker…
Unsere Themen :
- 23.05.2012 um 19:30 Uhr Blasphemie – Kann man Gott beleidigen?
Ehrenamtliche für das Projekt Kirchenführung gesucht!
Das Projekt beginnt in der St.Petri und Paulikirche, die jeden Tag von vielen Menschen nicht nur aus Bergedorf besucht wird.Bisher können angemeldete Gruppen eine Kirchenführung bekommen. Im Jubiläumsjahr möchte das Kirchspiel Bergedorf auch Tagestouristen und interessierten Kirchenbesuchern regelmäßige Termine für eine Kirchenführung anbieten.
Dafür sucht Pastorin Angelika Schmidt Ehrenamtliche, die bereit sind, sich in zehn Vorbereitungstreffen mit der Geschichte, dem Bau, den Bildern und dem Besonderen eines Kirchraums auseinanderzusetzen und ein Konzept für einen geführten Rundgang zu erarbeiten. Dabei können die Akzente, die jeder setzt, unterschiedlich sein. Das Projekt ist auf Fortsetzung angelegt ,das ist der erste Baustein.
Interessierte melden sich bitte bei Angelika Schmidt, Pastorin für Ehrenamtlichenarbeit, Tel 72008155
Open Air im Park und am Eschenhof
Klappstuhlgottesdienst am Himmelfahrtstag, das hat sich inzwischen bewährt: Am 17. Mai 2012 findet der 10:00 Uhr-Gottesdienst bei gutem Wetter neben der Kirche statt, wenn es feucht ist, in der Kirche.Kurz vor den Sommerferien gehen wir noch einmal ins Freie: Am 17. Juni 2012 um 10:00 Uhr findet unser traditioneller Eschenhof-Gottesdienst am Brunnen auf dem Eschenhofplatz statt. Hinterher können wir hoffentlich die Sonne bei Fair-Trade-Kaffee und Gebäck genießen.
Beide Gottesdienste sind wunderbare Tauftermine! Anmeldungen für Taufen sind willkommen!
Evangelischer Gottesdienst zum Thema Gedenken
29.April 2012 um 10:00 Uhr in St. Michael, Gojensbergweg 26
„Hört, ihr Ältesten, horcht auf ihr Bewohner des Landes. Ist so etwas jemals geschehen in euren Tagen und in den Tagen eurer Väter? Erzählt davon euren Kindern“(Joel1). Im Gottesdienst werden Menschen erzählen, wie sie die Zeit des Nationalsozialismus in Bergedorf erlebt haben.
Veranstalter: Kirchspiel Bergedorf
„An die Musik!“ Ein Abend mit Gospel-Songs, Klassik und Negro-Spirituals.
Am 21.04.2012 um 19:30 Uhr in der St. Michael Kirche auf dem Gojenberg.Die Kirchengemeinde St. Michael freut sich ganz besonders Michael Flannagan mit seinem Solo-Programm begrüßen zu dürfen. Für diejenigen, die in diesem Jahr das Gospelkonzert des Chors Soul and More verfolgt haben, ist Michael Flannagan kein Unbekannter. Er ist damals als Chorleiter für seine erkrankte Kollegin eingesprungen und hat die Kirche mit dem Chor zum Vibrieren gebracht. Michael Flannagan war nicht nur von der Kirche, sondern auch vom tollen Publikum so begeistert, dass er sofort die Idee hatte hier auch einmal solo aufzutreten.
Am 21. April will der gebürtige US-Amerikaner, der zurzeit in Paris lebt und teilweise in München arbeitet, nun in St. Michael seine Musik präsentieren. Am Flügel wird er begleitet von Burkhard Perkens-Golomb.
Die Süddeutsche Zeitung schreibt über ihn: „(...)Er weiß die Seelen seines Publikums zu öffnen, und dieses dankt es ihm mit großem Jubel. Wenn er seine Stimme in sentimentale Falten legt und erzählt, dass er weiß was Einsamkeit ist, was Alleinsein bedeutet, spricht er viele Besucher im innersten an, das schafft Gemeinsamkeit.“
Die Kirchengemeinde freut sich sehr, Michael Flannagan begrüßen zu dürfen; der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, am Ausgang wird um eine Kollekte für den Künstler gebeten.
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Woche des Gedenkens
Kirche in Bergedorf zwischen 1933 und 1945
Die Würde des anderen zu achten ist ein grundlegendes Gebot in der Bibel.Dennoch hat ein Widerstand der Kirche in Bergedorf gegen die Nationalsozialisten nicht stattgefunden. Wie konnte es dazu kommen und was können wir daraus lernen?
Vortrag und Diskussion mit Frau Dr. Viktoria Asschenfeldt, Historikerin
Mittwoch, den 18.4.2012 ,19:30 Uhr in St.Michael, Gojenbergsweg 26
Veranstalter: Kirchspiel Bergedorf
Wir können auch anders – wie interkulturelles Zusammenleben aussehen kann
In der Woche des Gedenkens erinnern wir uns an die Menschen, die verfolgt wurden, weil sie u.a. aus einer anderen Kultur ,einem anderen Land, einem anderen Glauben kamen. Heute nach über 60 Jahren leben wir in einer multikulturellen Gesellschaft. Was haben wir gelernt in diesen 60 Jahren? Wo gibt es auch heute Vorurteile und Angst voreinander und wo gibt es Beispiel des gelungenen Zusammenlebens der Kulturen und der gegenseitigen Bereicherung von Menschen unterschiedlicher Herkunft ?
Vortrag und Diskussion mit Frau Ulla Moser, Programmdirektorin der Spielscheune der Geschichten e.V. aus Neu-Allermöhe-West
Mittwoch, den 25.4.,19:30 Uhr in St. Michael, Gojenbergsweg 26
Veranstalter: Kirchspiel Bergedorf
Lesung aus dem Brautbriefwechsel zwischen Dietrich Bonhoeffer und Maria von Wedemeyer
Als Dietrich Bonhoeffer am 5.April 1943 von der Gestapo verhaftet wird, weil er seinen Schwager ,Hans von Dohnanyi unterstützt, der mit seinem Chef, Oberst Oster, ein Widerstandszentrum gegen Hitler aufbauen will, hat er sich gerade verlobt mit Maria von Wedemeyer. Am 9.April 1945 wird er im KZ Flossenburg hingerichtet. In diesen beiden Haftjahren findet ein reger Briefwechsel zwischen den beiden statt, den die Schwester von Maria von Wedemeyer, Ruth-Alice von Bismarck nach ihrem Tod veröffentlicht. Die Briefe sind ein Zeitzeugnis und nicht zuletzt dadurch so bewegend, dass der Leser weiß, dass alle Hoffnung vergeblich ist.
Lesung mit Maria von Bismarck
Dienstag, den 17.4., 19:30 Uhr in der Kirche St. Petri und Pauli ,Bergedorfer Schlosstrasse 2 Eintritt: 5 Euro
Veranstalter: Kirchspiel Bergedorf
