Liebe St.Michaelsleute,
die letzten goldenen Blätter hängen in den Ästen. „Sieh nur die Farben“, sage ich zu einem Freund. Er antwortet mit glänzenden Augen: „Aber bald, bald kommt ein bisschen Weiß, und dann wird es schon wieder grün!“ Upps, so schnell? Und was ist mit all den dunklen Wochen bis dahin, den kahlen Zweigen, dem Glatteis, der Kälte? Vielen schlägt das aufs Gemüt, und es ist gut, dass wenigstens die Adventskerzen und bald der Weihnachtsbaum leuchten, kleine Lichtfunken, Symbole für ein viel größeres, aber unsichtbares Licht. Genau genommen sind sie nichts anderes als die vorweggenommenen Frühlingsträume meines Freundes: Die Freude über etwas, auf etwas, was man eigentlich nicht sehen, nur erahnen, glauben, hoffen kann: Gott kommt zu uns, Gott ist mit uns, sein Licht, seine Gerechtigkeit, seine Liebe wollen unter uns wachsen und unsere Welt verändern. Mitten im Grau schon die Farben des Frühlings im Herzen zu haben, dann, wenn draußen außer Schneeschippen nichts zu tun ist, das Beet des nächsten Sommers zu planen ist ein gutes Mittel gegen Winterdepression, denn man bleibt nicht hängen im Dunkel. Wir wissen doch, dass es, wie jedes Jahr, wieder heller werden wird, also lassen wir uns nicht von der momentanen Finsternis unterkriegen!
Nur wer dem Unsichtbaren etwas zutraut, kann Hoffnung haben, kann etwas Neues wagen. Mich haben in diesem Jahr besonders all die Demonstranten des sogenannten „arabischen Frühlings“ beeindruckt. Sie hatten und haben den Mut, im politischen Winter der Diktaturen den Blütenzweig des Aufbruchs und der Veränderung zu erhoffen. Welchen Frühling erhoffen wir, in unserem ganz persönlichen Leben oder für unsere Welt? Die Kerzen der Adventszeit weisen uns wieder darauf hin, dass es sich lohnt, die eigene Hoffnung ernst zu nehmen.
Eine gesegnete Adventszeit und erfüllende Festtage,
Ihre und Eure Pastorin Angelika Meyer
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Suchen und Finden – Der Gesprächskreis
In der Regel am vorletzten Mittwoch im Monat trifft sich unser Gesprächskreis von 19.30 bis 21.30 Uhr im Jugendkeller. Glaubens- und Lebensfragen stehen im Mittelpunkt, wir diskutieren ergebnisoffen und freuen uns auch über Quereinsteiger, Nur-Manchmal-Kommer, Skeptiker…
Unsere Themen :
- 26.01.2012 um 19:30 Uhr Abendmahl und Eucharistie
- 22.02.2012 um 19:30 Uhr Johannes der Täufer
Ehrenamtliche für das Projekt Kirchenführung gesucht!
Das Projekt beginnt in der St.Petri und Paulikirche, die jeden Tag von vielen Menschen nicht nur aus Bergedorf besucht wird.
Bisher können angemeldete Gruppen eine Kirchenführung bekommen. Im Jubiläumsjahr möchte das Kirchspiel Bergedorf auch Tagestouristen und interessierten Kirchenbesuchern regelmäßige Termine für eine Kirchenführung anbieten.
Dafür sucht Pastorin Angelika Schmidt Ehrenamtliche, die bereit sind, sich in zehn Vorbereitungstreffen mit der Geschichte, dem Bau, den Bildern und dem Besonderen eines Kirchraums auseinanderzusetzen und ein Konzept für einen geführten Rundgang zu erarbeiten. Dabei können die Akzente, die jeder setzt, unterschiedlich sein. Das Projekt ist auf Fortsetzung angelegt ,das ist der erste Baustein.
Interessierte melden sich bitte bei Angelika Schmidt, Pastorin für Ehrenamtlichenarbeit, Tel 72008155
4. KinderBibelWochenende: David- Klein, aber oho!
Wir laden wieder Kinder von 6 – 12 Jahren ein zum KinderBibel-Wochenende nach St. Michael, diesmal von Freitagnachmittag, 03.02., bis Sonntagmittag, 05.02.2012. Man muss nicht groß und stark sein, um seinen Weg zu finden. Clevere Ideen, Selbst- und Gottvertrauen bringen einen auch ganz schön weit. Das sehen wir an den kleinen König David.
Das Programm:
Anmeldezettel gibt es im Gemeindebüro. Wir bitten für Material und Essen um einen Unkostenbeitrag von 5 €.
Pocket-Church
Seit kurzem ist das vierte Pocket-Church Heft (Kirche für die Hosentasche) erschienen!
Das Programm für Kinder und Jugendliche von St. Petri und Pauli und St. Michael kannst Du Dir auf unserer Downloadseite herunterladen.
Wir freuen uns darauf mit dir zu spielen, zu basteln, zu backen und tolle Ausflüge zu machen!
Benefiz-Gospel-Konzert mit Soul & More am 28. Januar 2012
Fast schon zur Tradition ist es geworden, dass der Gospelchor Soul & More ein Konzert in der Kirche St. Michael geben wird. Bereits zum dritten Mal wird im Januar der Chor mit neuen, aber auch mit lieb gewonnenen alten Liedern in der Kirche einheizen. Wer im letzten Jahr dabei gewesen ist, weiß genau was mit einheizen gemeint ist, denn just zum Konzert fiel die gesamte Heizungsanlage aus. Trotzdem gaben alle Sänger und Musiker ihr Bestes bis auch dem letzten Zuhörer ganz warm wurde. Seit Herbst 2011 gibt es eine neue Heizungssteuerung und die Gemeinde hat versprochen, dass die Kirche dieses Mal warm ist.
Auf einer Chorfreizeit wurden Anfang September neue Lieder einstudiert und der Chor freut sich darauf, diese Lieder dem Publikum vorstellen zu dürfen. Überhaupt kommt der Chor sehr gerne nach Bergedorf, denn die Akustik in der Kirche ist einmalig und das Publikum immer bereit mitzusingen und mitzugehen.
Wer also einmal den Chor Soul & More und die dazugehörende Band Sound & More erleben möchte, sollte sich den 28. Januar 2012 schon einmal im Kalender rot anstreichen.
Das Konzert beginnt um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei.
14. Februar: St. Valentin – Segen fürs Zusammenleben
Der Valentinstag, Tag der Liebenden… Am Abend um 19:30 Uhr laden wir Paare und Lebensgemeinschaften zum ökumenischen Segensgottesdienst in St. Petri und Pauli ein. Segen ist Gottes Zusage, lebenslang wachsen zu dürfen und zu können. Auch Partnerschaften verändern sich, so lange sie bestehen, Menschen wachsen innerlich, so lange sie leben. Darum können wir die Segenszusage immer wieder gebrauchen. Wir laden alle ein, verheiratete und unverheiratete Paare, Familien, Einzelne, Verliebte, Gereifte und auch Menschen in Krisen, sich individuell Gottes Begleitung zusprechen zu lassen.
Nach dem Gottesdienst findet ein kleiner Empfang im Gemeindehaus statt.
Steht auf für Gerechtigkeit – Weltgebetstag aus Malaysia am 2. März 2012
Malaysia, seit 1957 unabhängig, gilt als wirtschaftlich aufstrebend und ist als konstitutionelle Wahlmonarchie weltweit einzig.
Malaysia könnte zauberhaft sein: Mit vielen Stränden, fruchtbaren Ebenen an den Küsten, tropischem Dschungel, Hügeln und Bergen bis 4000 m versucht es mit Erfolg, Touristen anzuziehen. Ja, wenn es Korruption, Ungerechtigkeit und vor allem die Menschenrechtsverletzungen nicht gäbe.
Die Weltgebetstagsfrauen haben in ihrer Liturgie einen Weg gefunden, Ungerechtigkeiten, die „zum Himmel schreien“, anzuprangern: Sie lassen die Bibel sprechen. Die harten Klagen des Propheten Habakuk schreien zu Gott. Da sind sie gut aufgehoben. Habakuk, der in seiner Klage – auch gegen Gott – heftig austeilen kann, ermutigt die Christinnen, auch ihrerseits im Gebet ihre Klagen Gott vorzutragen. „Wir sehen, dass unterschiedliche Auffassungen im politischen und religiösen Bereich mit Gewalt unterdrückt werden... Stimmen für Wahrheit und Gerechtigkeit werden zum Schweigen gebracht. Korruption und Gier bedrohen deinen Weg der Wahrheit, Gott.“ Darf eine Frau so mutig und offen in den politischen Raum hineinreden? Weltweit wollen die Weltgebetstagsfrauen alle Christinnen und Christen am 2. März 2012 aufrufen, aufzustehen für Gerechtigkeit. Ermutigt durch die Zusage Jesu: Selig sind die, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden satt werden.
Frauen und Männer sind herzlich zum Weltgebetstags-Gottesdienst am Freitag, den 2. März 2012 um 19:00 Uhr in der Franz-von-Assisi-Kirche, Grachtenplatz 13, 21035 Hamburg eingeladen.Vorbereitet wird der Gottesdienst von Frauen aus den Kirchengemeinden St. Marien mit Edith-Stein, St. Michael, St. Petri und Pauli sowie Bergedorfer Marschen.
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Woche des Gedenkens
Kirche in Bergedorf zwischen 1933 und 1945
Die Würde des anderen zu achten ist ein grundlegendes Gebot in der Bibel.Dennoch hat ein Widerstand der Kirche in Bergedorf gegen die Verfolgung der Nationalsozialisten nicht stattgefunden. Wie konnte es dazu kommen und was können wir daraus lernen?
Vortrag und Diskussion mit Frau Dr. Viktoria Asschenfeldt, Historikerin
Mittwoch, den 18.4.2012 ,19:30 Uhr in St.Michael, Gojenbergsweg 26
Veranstalter: Kirchspiel Bergedorf
Wir können auch anders – wie interkulturelles Zusammenleben aussehen kann
In der Woche des Gedenkens erinnern wir uns an die Menschen, die verfolgt wurden, weil sie u.a. aus einer anderen Kultur ,einem anderen Land, einem anderen Glauben kamen. Heute nach über 60 Jahren leben wir in einer multikulturellen Gesellschaft. Was haben wir gelernt in diesen 60 Jahren? Wo gibt es auch heute Vorurteile und Angst voreinander und wo gibt es Beispiel des gelungenen Zusammenlebens der Kulturen und der gegenseitigen Bereicherung von Menschen unterschiedlicher Herkunft ?
Vortrag und Diskussion mit Frau Ulla Moser, Programmdirektorin der Spielscheune der Geschichten e.V. aus Neu-Allermöhe-West
Mittwoch, den 25.4.,19:30 Uhr in St. Michael, Gojenbergsweg 26
Veranstalter: Kirchspiel Bergedorf
Lesung aus dem Brautbriefwechsel zwischen Dietrich Bonhoeffer und Maria von Wedemeyer
Als Dietrich Bonhoeffer am 5.April 1943 von der Gestapo verhaftet wird, weil er seinen Schwager ,Hans von Dohnanyi unterstützt, der mit seinem Chef, Oberst Oster, ein Widerstandszentrum gegen Hitler aufbauen will, hat er sich gerade verlobt mit Maria von Wedemeyer. Am 9.April 1945 wird er im KZ Flossenburg hingerichtet. In diesen beiden Haftjahren findet ein reger Briefwechsel zwischen den beiden statt, den die Schwester von Maria von Wedemeyer, Ruth-Alice von Bismarck nach ihrem Tod veröffentlicht. Die Briefe sind ein Zeitzeugnis und nicht zuletzt dadurch so bewegend, dass der Leser weiß, dass alle Hoffnung vergeblich ist.
Lesung mit Maria von Bismarck
Dienstag, den 17.4., 19:30 Uhr in der Kirche St. Petri und Pauli ,Bergedorfer Schlosstrasse 2 Eintritt: 5 Euro
Veranstalter: Kirchspiel Bergedorf
Evangelischer Gottesdienst zum Thema Gedenken
29.April 2012 um 10 Uhr in St. Michael, Gojensbergweg 26
„Hört, ihr Ältesten, horcht auf ihr Bewohner des Landes. Ist so etwas jemals geschehen in euren Tagen und in den Tagen eurer Väter? Erzählt davon euren Kindern“(Joel1). Im Gottesdienst werden Menschen erzählen, wie sie die Zeit des Nationalsozialismus in Bergedorf erlebt haben.
Veranstalter: Kirchspiel Bergedorf
